Erzherzog Albrecht teilt in der Depesche Kaiser Franz Joseph mit, dass
die protestantischen Delegierten, Nikolaus Vay und Gabriel Prónay, sich
für die zugesicherte Audienz beim Kaiser bedanken und in zwei Tagen in
Wien eintreffen werden.
In einer beigelegten Notiz schreibt Leo
Thun, dass die Gespräche mit den Delegierten nur Erfolg haben können,
wenn nicht durch die Superintendenzen ständig gegen die Verhandlungen
Stimmung gemacht werde.
Von Erzherzog Albrecht an Seine k.k. apostolische Majestät
Ofen, am 2. Februar 1860
Vay und Pronay sehr dankbar für die Audienz bei Euer Majestät, versprechen mir die Bedingungen
einzuhalten. Über jene des Fortganges der Koordinirung schien Pronay betreten, hat aber schlüßlich
zugesagt. Beide werden übermorgen in Wien
eintreffen.
Ich hoffe übermorgen Früh in Wien zu
sein.
Bedingung, um an die Aufrichtigkeit zu glauben und die Besprechung fortzusetzen ist, daß inzwischen in den Zeitungen darüber kein Lärm gemacht werde und die Operation gegen die Koordinirung, namentlich in den Superintendenzen, die sich bereits dazu geneigt gezeigt haben, aufhöre.1
Staatliches Gebietsarchiv Leitmeritz, Zweigstelle Tetschen-Bodenbach, Familienarchiv Thun-Hohenstein, Linie Tetschen, Nachlass Leo Thun, A3 XXI D555; hrsg von Brigitte Mazohl, Christof Aichner und Tanja Kraler, in: In Die Korrespondenz von Leo von Thun-Hohenstein, https://thun-korrespondenz.acdh.oeaw.ac.at
| Signatur | Staatliches Gebietsarchiv Leitmeritz, Zweigstelle
Tetschen-Bodenbach Familienarchiv Thun-Hohenstein, Linie Tetschen, Nachlass Leo Thun A3 XXI D555 |
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